Mein Besuch in der Lubinus-Klinik

Dr. Johann Hermann Lubinus gehörte zweifellos zu den Kieler Medizinern, der sich bereits im 19. Jahrhundert auf Knochendeformationen und Gelenkschäden spezialisiert hatte. Was 1895 in den „Kanalarbeiter-Baracken“ am heutigen Nord Ostsee Kanal begann und durch die Gründung der ersten deutschen Physiotherapeutenschule fortgesetzt wurde, hat sich im Laufe der letzten 125 Jahre zu einer der modernsten Kliniken des Bewegungsapparates in Deutschland entwickelt. Ein steiniger Weg mit vielen Höhen und Tiefen, denkt man nur an die beiden Weltkriege und die damit verbundene Zerstörung und den Wiederaufbau. Heute blickt die Gründerfamilie Lubinus auf eine beeindruckende Geschichte zurück, die bis heute stark regional geprägt und verankert ist. Den Stolz, die Neugier und den Gestaltungswillen spüre ich auch heute bei Lubinus Junior bei unserem Besuch.

Das war ein intensiver Vor-Ort-Termin mit spannenden und herausragenden Einblicken in den Alltag der Kieler Lubinus-Klinik und seines Fachpersonals. Informationsgespräche aus erster Hand, Zukunftsperspektiven am Standort, Fachkräftesicherung und Ausbildungsplätze, Herausforderungen im Lichte der Pandemie und Auswirkungen der Krankenhausgesetzgebung:
darüber konnten wir uns ausführlich mit Johann G.P. Lubinus als medizinischer Vorstand, mit Manfred Volmer als Vorstandsvorsitzender, Dr. Tillmann Krackhardt als ärztlicher Direktor, Stephan Kolmorgen als Pflegeleiter und Gerd Rapior als Pressesprecher austauschen, dem ich besonders für die Einladung und Organisation danke. Gemeinsam mit unserem Bundestagsabgeordneten Mathias Stein – Sozialdemokrat im Deutschen Bundestag und unserem Ratsherrn und LT-Kandidaten für Kiel-Nord, Benjamin Walczak konnten wir unsere vielen Fragen für den Kieler Standort platzieren. Besonders beeindruckt haben mich hierbei die Einblicke in die Operationssäle und der Blick hinter die Kulissen der Notfall-Ambulanz. Nichts für schwache Nerven und einmal mehr Anlass, unserem medizinischen und pflegerischen Fachpersonal in den Kliniken danke zu sagen und weiterhin für bessere Rahmenbedingungen in Gesundheit und Pflege zu kämpfen. Ich bleibe dabei: unser Gesundheitssystem darf sich nicht weiter ökonomischen Zwängen unterwerfen, sondern muss sich als Teil unserer Daseinsvorsorge an den Bedürfnissen der Menschen ausrichten.

Ich danke allen Beteiligten für den gemeinsamen Vormittag und freue mich auf den weiteren Austausch!