Einführung des Jobtickets

Zur geplanten Einführung des Jobtickets in 2021 erklärt die Kieler Landtagsabgeordnete, Özlem Ünsal:

„Es ist erfreulich, dass ein Jobticket für Schleswig-Holstein nun endlich kommt, doch viele Fragen bleiben ungelöst! Wir brauchen eine Lösung für alle Pendlerinnen und Pendler als wichtiger Baustein der Mobilitätswende!

Es darf nicht sein, dass nur diejenigen in die Gunst dieses Tickets kommen, die in einer Firma mit mindestens fünf Beschäftigten arbeiten. Es ist zutiefst ungerecht, wenn jemand, der allein oder nur zu zweit in einer Firma arbeitet, der Landesregierung nicht gleich viel wert ist, wie die in einem großen Betrieb. Sie können den Beschäftigten doch kaum erklären, dass es ihr Problem sei, dass sie in einem so kleinen Unternehmen arbeiten. Damit erzeugen Sie eine zusätzliche Klassengesellschaft. Wenn Behörden, wie die Ministerien in dieses Jobticket aufgenommen werden, begrüßen wir dies, doch auch hier müssen alle Beschäftigten des öffentlichen Dienstes gleichbehandelt werden. Über 26.000 Lehrkräfte und auch die Polizisten, die keine Uniform tragen, sind bisher nicht dabei. Ob für alle Auszubildenden oder Freiwilligendienste die gleichen Konditionen gelten, scheint fraglich und bleibt von der Regierung bisher unbeantwortet.

Wir fordern mutige Schritte und keine halbherzigen Entscheidungen hin zu einem Jobticket, das keine Ungleichheiten produziert! Kostenfreier Nahverkehr ist und bleibt das Ziel der SPD, doch wenn Kostenfreiheit gilt, muss sie überall gelten.“