UKSH: Solidarität mit den Beschäftigten

Die Beschäftigten des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein an den Standorten Kiel und Lübeck senden im Rahmen des seit gestern andauernden 2-tägigen Warnstreiks eine klare und konsequente Botschaft an das Land nach wirksamer Entlastung, um den Personalmangel und die Arbeitsverdichtung in den Griff zu bekommen. Der Wunsch ist in der angespannten Lage nachvollziehbar.

Als Kieler Landtagsabgeordnete und SPD Schleswig-Holstein begrüßen wir alle möglichen Verbesserungen der Arbeitsbedingungen im Sinne der Beschäftigten. Unsere politische Forderung bleibt weiterhin eine gesetzliche Personalbemessung, die die fachlichen Bedarfe angemessen berücksichtigt.

Für die Verhandlungen wünschen wir uns, dass alle Beteiligten zeitnah eine tragfähige Lösung finden. Sollten diese zu keiner Einigung führen, fordern wir die Landesregierung auf, dringend zur Schlichtung zwischen Vorstand und Verdi einzutreten.

Wir nehmen die Situation der Beschäftigten sehr ernst. Das gilt sowohl für das Pflegepersonal als auch für die betroffenen Ärzte. Ich hatte zuletzt im Rahmen meines Westdialogs zur „Zukunft der guten Arbeit in Kiel“ und bei der Übergabe der Postkartenaktion an den Sozialausschuss des Landtages vor wenigen Tagen Gelegenheit, mich mit den Beschäftigten auszutauschen und mir einen Eindruck von der Lage zu verschaffen.

Das Streikrecht der Beschäftigten als sinnvolles Mittel des Arbeitskampfes darf hierbei nicht in Frage gestellt werden. Das Grundrecht auf Streik steht auch Krankenhausbeschäftigten zu – und das nutzen sie jetzt.

Özlem Ünsal